Liebe Leser,
ich bin schon einige Zeit auf dem "Weg" und habe einiges an Veränderungen, Paaradigmenwechseln etc erfahren. Nun dräut der nächste heran, und ich will Euch einmal erzählen, wie ich zu der wurde, die ich bisher bin..mal sehen, ich bin schon schwer gespannt, was davon beim nächsten Wechsel noch übrig sein wird.
Ich wurde vom einer, die sich von den indigenen Kulturen hat beeinflussen lassen zu jemand, der den "Weg der Nacht" gegangen ist, doch auch der ist falsch gewesen für mich. Nun, da Cernunnos wieder bei mir ist - wie ich in einem der vorherigen Posts erzählte - ist mir klar, dass ich ein Krieger bin. Doch, was ist ein Krieger? Einfach der, der sich freudestrahlend in den nächsten blutigen Konflikt stürzt?
Nein!
Ein spiritueller Krieger ist so viel mehr.
Zur Erklärung stelle ich hier einen Post ein, den einer meiner Brüder, der auch gleichzeitig Guide und "Geburtshelfer auf dem Weg" für mich ist und wahr, verfasst hat (Quelle: www.paganforum.de):
Was ist ein Krieger?
Ein Krieger ist KEIN Soldat, und schon gar KEIN Soeldner.
Ein Krieger ist einer, der seinen Koerper und seinen Geist staehlt. Jemand, der das eigene Leben bedenkenlos und zu jeder Zeit fuer einen Anderen einsetzt wenn dies noetig ist. Jemand, der es in einer Kampfsportart - aber auch anderen Kuensten - zur Meisterschaft gebracht hat. Und nicht nur darin!
Es ist auch eine(r), die/der den eigenen Lebenszweck dem Wohlergehen Anderer widmet. Jemand, der die Ergebnisse der eigenen geistigen Entwicklung mit anderen teilt - ohne daraus einen persoenlichen Vorteil zu ziehen. Einer, der nach Vervollkommnung strebt. Einer, der danach strebt einen Zustand zu erreichen, der es wirklich bedeutet ein Mensch zu sein.
Ein Krieger ist einer der kaempfen kann, wenn's darauf ankommt und/oder es notwendig ist. Einer der sich fuer Gerechtigkeit einsetzt, fuer (Mit-)Menschlichkeit...der jedoch auch darauf achtet, nie die eigenen Ziele zu vergessen oder sie zu vernachlaessigen.
Zugegeben, mein persoenliches Bild eines Kriegers ist sehr stark vom Bushido und dem Hagakure gepraegt. Aber auch durch den Zen-Buddhismus, den Taoismus, Shintoismus...
Die Vermeidung der sieben Gefuehle, dass Streben nach dem Satori, dass "Einswerden" von Koerper und Geist - aber auch mit den Gedanken von jemandem, den man einen wahr(haftig-)en Freund nennt. Gemaess dem japanischen Begriff Hada-toh-Hada, was unter anderem auch absolute Aufrichtigkeit und unbedingte Treue voraussetzt. Ja, Aufrichtigkeit und strenges Bemuehen sind notwendig um dieses Ziel zu erreichen.
Ein Krieger ist auch jemand, der es vorzieht sich mit Schlichtheit und Schoenheit zu umgeben, anstelle von Pomp und Prunk. Einer, der einen asketisches Leben - aber nicht frei von Raffinnessen - fuehrt. Nein, nicht etwa gezwungenermassen, sondern aus freien Stuecken auf die Dinge verzichtet, die der eigenen Entwicklung und Vervollkommnung entgegenstehen.
Ein Krieger ist somit einer, der sich auf einer Reise befindet. Einer Reise um ein vollkommener Mensch zu werden - um sich der eigenen Menschlichkeit vollkommen bewusst zu werden. Und keiner, der sich in einen unnoetigen Krieg hetzen laesst, der aus Gier nach Geld oder Macht gefuehrt wird.
(Der Autor des Textes ist mein guter Freund und gab mir die Erlaubnis, den Text zu leihen)
Das sagt es sehr gut.
Später folgt mehr.
Morag