Was mir am Herz liegt

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Küchen- und Kräuterdruid in Ausbildung

Dienstag, 29. Dezember 2009

Runde II und III

Ich hab geträumt, ich bin in einer Art Freizeitpark mit Garten und Schwimmbad. Das Bad war riesig und im Wasser war ein Tier. Ich bin hineingesprungen und es war ein Wal, der war aber sofort weg und dann sah ich, dass es ein großer Hai war. Der meinte "Hallo, da bekomm ich ja was leckeres zum Essen". und jagde mich. Ich schwamm ihm aber immmer davon, Dann war da ein Vater mit seiner Tochter im Wasser, den hat das Tier dann gejagdt. Ich bin dazwischen gegangen. Dann kam eine Frau den Beckenrand und rief mich raus. Ich folgte, sie gab mir ein Krankenhaushemd. Mir gefiel das aber nicht (das Design war doof) und sie lachte "du bekommst ein anderes" aber zuerst musste ich mit diesem häßlichen Ding bekleidet Unkraut jähten. Das tat ich, dann ging ich wieder schwimmen. Der Hai versuchte wieder mich zu fangen, es klappte nicht. Ich haute dem Hai auf die Nase. Nun war ein Kind mit einem Bood im Wasser, der hai versuchte wieder, das Kind zu fressen. Ich bin wieder dazwischen gegangen und dann kam die Frau zurück. Sie gab mir ein neues Hemd, das hatte diesmal eine andere Farbe (kleine Blumen drauf) das gefiel mir auch nicht, ich sagte ihr das, sie meinte "du bekommst ein anderes, aber du musst erst den Park aufräumen".

Das tat ich, dann ging ich wieder schwimmen. Nun jagdte der Hai mich und ich lachte ihn aus, da ich schneller war. wieder kam Sie. Ich schaute sie mir genauer an, sie war schön, groß, hatte dunkle haare und graue strähne (1). Sie miente, ich müsse nun mit Schwimmen aufhören, denn ich sollte die Kasse machen gehen und hielt mir einen dunkelroten glänzenden Kaftan hin. Ich sagte ihr, "der ist schön" und stieg aus dem Becken und bekleidete mich. Sie meinte "Der Kaftan ist schon lange deiner" und umarmte mich. Das war ein schönes Gefühl. Ich ging dann arbeiten und als dies fertig war, durfte ich wieder schwimmen gehen, ich bemerkte, dass das Becken das Meer war. Dort waren nun auch andere Tiere, Wale, Delphine, Seepferdchen. Es war wunderschön und ich spielte Fangen mit ihnen.

Dann kam sie wieder,sie war größer als vorher und sagted "nun komm, es ist schon spät" und ich stieg wieder aus dem Wasser. Mein Körper hatte sich verändert, ich hatte längere Finger als vorher und ging ihr hinterher. Das haus war schwarz, dunkel, warm, glänzend.
Sie brachte mich vor einen Spiegel. Ich sah hinein, war nackt, sah, dass ich wie sie aussah. ich sah meine Narben (allte, alte und eine neue...ja an der betreffenden Stelle...) und sie glänzten silbrig. Ich lächelte. Dann wachte ich auf.

Dann, jetzt zu Samhein passierte diese Reise:

Es führte ein spiralförmiger Weg nach unten. Ich ging ihn teilweise furchtlos, teilweise zpögernd, teilweise ängstlich, doch ich ging vorwärts. Unten dann stand ich vor einem Tor. Das Tor war in einem roten Berg, und davor war eine Brücke. Der Berg, in dem das Tor war, bestand aus roten glänzenden Steinen. Es war derselbe Stein, aus dem die Burg, die ich schon mal hinter der Brücke sah, war, und auch die Burg war fast wieder diegleiche.

Nur, dass die Brücke, über die ich gehen sollte, aus Knochen war. Langknochen der Beine.Dazwischen sah ich Abgrund. Und im Abgrund war nichts.

Ich ging dann über die Brücke hinüber.

Dort vor dem Tor angekommen, zögerte ich, hatte Angst. Meine Begleiterin, die hinter mir stand ermahnte mich jedoch, zu rufen. Nach Ihr. So tat ich, dreimal, zuerst mit zitternder Stimme, dann mit dem Ruf "Mutter!".
Und sie kam.

Das Tor öffnete sich, ich konnte einen Blick hineinwerfen. Dahinter war alles in Rottönen, sanft jedoch, und leichtes, lichtes Grün. Es sah schön, bewillkommnend und, vor allem dies, heimisch aus. Ich dachte noch "schön!" dann stand SIE vor mir und ich erschrak.
Ich hatte eine graue zerfetzte, bedrohliche Gestalt erwartet, doch nein, ich blickte fast in mein eigenes Gesicht. Ihre Augen jedoch waren heller als die meinigen, aber die Züge waren dieselben. Sie hatte graue, lange, glatte Haare, ja, aber das war das einzig graue an ihr. Und, was mich erstaunte war, dass sie mir warm zulächelte und ich hörte SIE sagen "Schön dass Du da bist". Ich blickte hoch (sie war größer als ich) und sie nahm mich in die Arme, und, dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich. "Ich bin zu Haus" zuckte durch mein Bewusstsein, dann wurde es leer und schwarz, ich lehnte mich an sie und spürte nur eines, nämlich grenzenlose Liebe.

Dann blickte ich hoch, sie lächelte und nickte mir zu. Dann sagte Sie "Du weißt was Du zu tun hast, Tochter, und hier, dies sei DEIN Werkzeug, dein Symbol und legte mir ein langes, silbrig schimmerndes Schwert in die Hand."
Ich nickte, blickte an mir herunter und sah, dass ich mich verändert hatte. Ich trug nun andere Kleidung (vorher war ich dunkel gewandet gewesen, hab nicht genau erkennen können, ob mit Kleid oder Hose), nämlich ein Kleid. Es schimmerte zuerst hell, dann waren kurz sämtliche Farben darin, dann wurde es wie ungefärbter Flachs. Und ich sah, dass ich um die Hüften einen Gürtel hatte, dorthinein schob ich mein Schwert. Barfuß war ich nun ebenfalls.

Dann nickte sie mir nochmal zu. Ich fragte "Mutter, darf ich wiederkommen?" und sie bejahte nicht nur, nein, sie meinte "Ich möchte es sogar" und ich versprach ihr es und nickte. Dann hieß sie mich wieder gehen, zog sich in ihre Burg zurück und das Tor schloss sich.

Ich wandte mich ab und wanderte langsam zurück zur Brücke und sah, dass sich diese nun ebenfalls verändert hatte, zwischen den Langknochen waren Bretter, bis dass ich draufstand leicht durchsichtig, dann sah ich festes, silberfarbenes Holz. Ich wanderte über die Brücke hinüber, den Weg zurück und kam wieder bei mir an.

So, und zu allerguter Letzt tauchte jetzt auch noch der Herr mit der Augenklappe auf...

Morag

Meine Initiation - die Erste

Herne der Jäger (oder alternativ Cernunnos) ist wieder zu mir gekommen. Er entfachte ja schon bei mir als Kiddie ein gewisses Kribbeln, wenn ich von ihm gelesen habe, in den Märchen (oder im TV was von ihm sah).Er war ja auch der erste, der bei mir auftauchte, als ich begonnen habe, mich mit dem heidnischen Weg auseinander zu setzen, in Träumen war er oft da. Auch Cerridwen war des öfteren da. Sie eigentlich eher als er, doch das änderte sich bald. Ich habe es zuerst überhaupt nicht verstanden und mich dagegen gewehrt. Ich habe gedacht „Was soll ich als Frau mit dem Gott? Das kann nicht stimmen.“ Dann habe ich ihn wohl gewaltsam rational weggedrückt.

Dann, bei der ersten Reise, die ich zu Hause gemacht habe, war Er da und auch mein Adler. Mir war das noch gar nicht so bewusst, erst jetzt, als ich gestern die alten Gedichte gefunden habe, habe ich es gelesen. Beide tauchten in der Höhle bzw. davor auf. Komisch, oder?

Dann auf der ersten Reise,, war er schon wieder da. Ich wusste direkt, wer er war und fragte „Ah, Du bist wieder da?“ Er antwortete „Ja“ und ich hab gefragt „Was willst du von mir? Was bist du für mich?“ Und er antwortete „Dein Lehrer“ Danach tauchte er nicht mehr auf. Dann träumte ich, ich wäre seit der Reise in Schleifen gegangen, immer um und herum, wie im Irrgarten, wie die Katz um den heißen Brei. Zwar auf dem richtigen Weg, im Prinzip, aber halt Umwege. Es wäre aber nicht so schlimm, dass ich Umwege gegangen wäre, ganz im Gegenteil, das hat er mir auch gesagt.

Dann, seit ungefähr 2 Wochen, taucht er jetzt ständig bei mir auf, besucht mich im Traum, (oder bei Reisen), wenn ich mit meinen Karten hantiere, und meint, es wäre an der Zeit für mich, zu Lernen. Lernen soll ich, dass ich nicht so „nach vorne raus“ bin wie sonst als Vogel, bedachtsamer die Sachen angehe, als direkt aufs Ziel zuzufliegen und loszubeißen. Lernen soll ich, dass es in Umwegen gehen kann, dass man sein Ziel findet. Dass nichts allgemein gültig ist, dass Wandel das allein konstante ist, das Loslassen und Wachsen Thema ist. Gut, das ist nichts neues, das weiß ich schon seit 2 Jahren. *g (vielleicht will ich wieder zu schnell durch das Thema durch? wie schon so oft?) .Lernen, dass jetzt Beuteorientiertheit falsch ist, sondern Wegorientiertheit Not tut. Das ist meine Lernaufgabe jetzt. „Augen auf beim Eierkauf!“ Überlegen, Verantwortung übernehmen. Schlicht, Wachsen. Insofern: mein Lehrer. Ich fühl mich grad wie ein Ferrari, dem jemand sagt, „Du bekommst jetzt einen Käfer-Motor damit Du Deine Reifen schonst“. Tolle Wurst. Denn, Es ist für meinen Geist wirklich eine irre Herausforderung, ruhig zu bleiben und nicht direkt voran zu stürmen… Grauslich! Das ist so schwer!
Aber, was nützt es, zum dreifaltigen Sternenzelt, Gesäß, und Nahtmaterial? Gar nichts! Ich muss da durch. Ich weiß es. Es ist einfach so, ich bin so „sprunghaft“, dass ich manchmal schon auf auf den Glasscherben stehe, mich wundere, warum meine Füße bluten, und dann erst merke, „Mist! Ich hab ja gar keine Schuhe an!“ Am allerliebsten würde ich jedwede Verbindung kappen und nach oben in die Luft steigen und fliegen, und sagen, schiet der sonstwer drauf! ich bin jetzt erst mal unterwegs.
Ich weiß schon – und dies gut – warum er, gerade jetzt wieder auftaucht. Wie ist denn ein Hirsch? Vorsichtig, Langsam, Behutsam, sanft (es sei denn, du ärgerst ihn)..alles das, was ich gern wäre und nicht bin (noch nicht!) Ich bin als Raubvogel doch das diametrale Gegenteil! Wenn ich was sehe, denke ich „Drauf! Später kann ich immer noch sehen, ob evtl. Gift im Luder (Köder) gewesen ist. Auch wenn ich dann tot am Boden liege und denke „Mist! Warum hab ich wieder zugeschnappt?“ Im Prinzip ist mir das alles klar. Im Prinzip. Es hapert nur noch gewaltig beim Umsetzen. Hoffentlich hilft mir der Gute da. Sehen, verstehen (von umsetzen sprech ich nicht!) und weiter im Text. Im Prinzip weiß ich es ja, ich habe nur bisher verabsäumt, es zu lernen. nachhaltig zu lernen. Es ist mir viel zu „langweilig“ laufend auf dem Boden herumzuspringen, wenn oben im Blau die Aufwinde auf mich warten und mir sagen „Los, komm hoch, lass fliegen! Dann löst sich alles!“ Ich will halt immer alles gleichzeitig und jetzt sofort.

Ansonsten wäre es ja damals auch nicht so dreckig gegangen…im Prinzip war mir ja klar, dass ich nicht durfte (ich wiederhol den Mist hier nicht noch einmal, weiß aber, dass ihr wist, wovon ich rede) aber davon Verabschieden = es nachhaltig lernen, dass es nicht geht = hatte ich ja nie gemacht. Deswegen werde ich ja auch in Abständen immer wieder so gebeutelt, weil, mein Kopf ja mal wieder schon 100 km weiter ist, während meine Schwanzfedern immer noch auf dem Boden festgeklebt sind.

Der Name, von meinem Gefiederten Spirit, ist ja – sinnigerweise ! – ebenfalls keltisch, ein Druide, ein Barde. Das passt doch alles wie die Faust aufs Auge. Sicher bin ich ein südliches Tier, habe viele Bezüge zu den Wüstengöttern, das ist ja das, was mich – von der rationalen Ebene aus – auch gestoßen hat, dass er wieder aufgetaucht ist. Ich muss erstmal kapieren und fressen, dass es einen Sinn hat, dass er wieder da ist. Diese Info habe ich gestern noch mal separat bekommen.



Morag __________________

Der Hirschkönig - gewidmet dem Gott

Heiser schallt Gekläff, dringt harsches Gebell durch Deinen Wald
Häscher kommen heran, dich zu töten, dich zu schlagen

vierpfotig, mit Zähnen reich bewehrt, so stürmen sie heran
lotsen sie herbei die Jäger, gefolgt von Tod und Leid für Dich
und deine Sippe

Trophäen wollen sie erlangen, zu prahlen von überstandener Gefahr
zu protzen und zu blenden den, der unwissend nur schaut

Dein Geweih, oh Sohn des Herne, das wollen sie erlangen, danach
nur steht ihnen ihr Sinn.

Nicht, um König zu werden, nicht zu verbinden sich selbst mit dem Land
ist ihr Begehr, nur Gefallsucht ist, die sie treibt

Bruder Sonne malt seine Zeichen auf dein Fell, braune Blätter schweben
still herab, durch ihr Fallen verkünden sie den Wendepunkt im Leben

Ruhig und wissend, so schaust du zu ihnen hin, der Zeitpunkt des Wechsels ist dir allein bekannt, sie vergaßen schon vor langem ihre wurzeln

Mit gefletschten Zähnen, wütend kläffend stürmt die Meute nun heran, die dich töten wollen führen sie zu dir herbei, die Bögen pfeilbestückt in ihrer hand

Oh, Vater, so fliehe doch will ich dir sagen, denk an uns, die wir dich brauchen, lass deine Kinder nicht allein!

Doch, zu spät..!

Ganz still stehst du dort bei unserem Baum, wo du mich lehrtest zu begreifen was ich bin, da fliegt der Pfeil des Menschen schon heran. Bruder Krähe schreit noch, dich zu warnen, ich will mich stellen in des Todes Bahn doch dein Blick sagt ruhig: nein.

So blick ich dich nur an, als der Tod dich von den Hufen schlägt, möcht zu dir eilen dir zu sagen, es tut mir leid, ich hab dich lieb, doch ich bleibe wo ich bin.

So hör ich dann nur deine Stimme tief in meinem Kopf, sie sagt: So sollt es sein, dass ich nun geh ist für die Welt nicht schad, der junge hirsch, er sei ja da. Auch müsst es sein, dass der Tod nun zu mir kam.

Warum? So schrei ich nun, wieso nur lässt du mich allein?

Leise hör ich noch, wie du mir sagst, es muss so sein, das Leben wächst, und es vergeht, alles ist ein Kreis und alles ist in Ordnung nun

So brechen deine Augen dann, das Messer ist gezückt, verharrt noch über deinem Leib, er betet doch ! der Mensch, sagt Dank den Göttern für dein Opfer !


Beruhigt, dass dein Tod doch nicht war umsonst, geh ich allein zurück in unseren Wald, und als ich in den See dann blick, um zu prüfen, ob ich tatsächlich bin allein, so blickst Du mich spöttisch von dort aus an und fragst:

Glaubst du es denn immer noch nicht? Sie doch hin! Ich bin in dir drin!

Dann schau ich bewusst dann hin, und seh, dass ich der Königshirsch nun bin

Bewahr dies Wissen, gib weiter was du nun gelernst, so klingts noch durch Zeit und Raum, bevor sich des Todes Schranken endgültig nun schliessen.

Und ich wills versprechen nun, weiterzureichen an die die kommen, was ich nun gelernt, wills wagen, wieterzutragen dies Feuer und nicht verzagen.

Schwester Mond malt nun ihre Zeichen auf mein Fell als ich zurück ins Leben geh.

Wer bin ich?



Das ist etwas, was für mich passend ist...

Die Einheit von Geist, Körper, Seele und Schwert. Das, was ich erreichen will.

Ich bin nun fast 40, auf dem heidnischen Weg unterwegs und lerne fleissig alles, was mir vor die Augen kommt.

Die östliche Lebens-/Denkweise fasziniert mich und ich übe mich darin, mache Chi Gong und trainiere mich in Geduld. Auch wenn es noch so schwer ist...

Wie kam ich zum Heidentum? Nun...

Das ist eine lange Geschichte...ich werde sie Stück für Stück berichten...

Morag