Ich bin gereist (30.12.2009)
Mein Garten ist einer im japanischen Stil. Es gibt darin eine schwarze Pagode mit Drachen an den Ecken. Sie ist aus glänzendem, poliertem Stein gefertigt und tiefschwarz, doch ein wenig Lichtpunkte = Flimmer ist darinnen eingebettet. In der Pagode brennt immer ein Licht.
Sie steht an einer Wegekreuzung (4erKreuz) Die Wege sind aus Sand gestreut und fein säuberlich geharkt. Da ist nebenan ein Zen-Garten, an einer der 4 abgehenden Wege. Dort sind 3 Steine, ein kleiner Wasserlauf, in dem sind Koi-Karpfen. Die Fische sind schon recht groß, ein weißer, ein gescheckter und ein goldfarbener. Die Steine des Zen-Gartens glitzern im Licht, da ist Pyrit und Quarz drin. Sie sind rau, unbehauen aber fühlens ich trotzdem weich und sanft an.
Ich saß dort einige Zeit und genoß die Ruhe.
Meine heiße Quelle ist auch in meinem Garten. Die schwarzen Lavabänke sind auch da. Dort brennt ebenfalls ein kleines Feuer, welches aus der Erde kommt.
Neben der Pagode direkt ist ein Sandhügel aufgeschüttet, und obendrauf lag eine schwarze Katana, mit stumpfer Klinge und verstaubeter Saya. Ich sah sie, als ich an ein Symbol für meine größte Herausforderung dachte (Den Krebs).
Dieses Symbol sollten wir ändern (das war eine ReiseCD die ich benutzt habe).
Ich habe dazu nach Helfern gefragt und es tauchten 2 Männer auf, einer, der einem großen bekannten, alten Schwertmeister ähnlich sah (oder war er es?) und ein Schmied. Dieser zeigte mir, wie die Katana neu gemacht wurde, ich durfte beim Polieren und Schleifen zusehen und helfen. Freundlich waren beide Männer, beide unheimlich alt. Danach schaute ich mir die Katana erneut an, und sie hatte sich verändert....
sie ist jetzt Blau, die Saya leuchtet bläulich, die Tsuba ist glänzend, der Griff ist mit blauem Leder umwunden. Ich sollte sie nun schwingen, meinte der Alte, und so tat ich auch. Sie liegt nun gut in der Hand, läuft mir regelrecht flüssig durch die Finger. Zuvor war das Schwert dunkel, bedrohlich, aber nun ist Licht darin. Helle Elemente. Als ich dies tat, veränderte sich sogar körperlich etwas bei mir, die Narbenschmerzen, die mich den ganzen Tag schon plagten, waren danach fort.
Der Alte hatte noch zwei weitere Helfer, zwei schlanke schwarze Hunde - die auch ein glänzendes Fell hatten und blaue Augen - und einen Fuchs. Dann fragte ich nach einem ordentlichen Ständer für meine Katana und oben auf dem Sandhügel erschien einer. Den stellte ich, nachdem ich den Sand schön verteilt hatte, auf, legte meine Katana dort drauf.
Dann sah ich mich weiter um im Garten....
Ich sah am nächsten Weg ein Tee-Haus. dorthin ging ich, im Haus selber war ein Schrein, dort davor lag ein blühender rosa-weißer Kirschblütenzweig. Und ein Bild. Ich konnte nicht erkennen, was auf dem Bild war, aber, es war ein Rollbild. Das Tee-Haus ist aus hellbeigem, fast weißem Holz gemacht, dort drin ist auch durch eine Shoji-Tür abgeteilter Raum.
Dort saß jemand, aber, ich konnte nicht sehen, wer. Es brannte Licht in diesem Raum.
Es roch im ganzen Haus nach Tee und den Blüten, und ich hörte Wasser, welches im Kessel grad beginnt zu singen. Es war schön dort.
Neben dem Tee-Haus steht ein kleiner, aus rotem, stark riechendem Holz (ungefähr wie Palisander...so schön dunkel) gefertigter Schuppen. Dort holten wir die Werkzeuge, um die Katana zu bearbeiten, und einen grobzinkigigen Holzrechen. Mit diesem hab ich die Wege geharkt, der Alte, mit den Hunden und dem Fuchs stand dabei neben mir und lachte mich an. Dunkle blitzende Augen hat er und einen langen Schnurrbart.
Er hat eine wie poliert schimmernde Glatze, buschige Brauen, einen etwas dickeren Bauch und trägt Strohsandalen an den Füßen. Er trug einen hellen Kimono, mit einem dunkleren Obi und den Schwertern.
Ich trug einen hellen Kimono, mit weißem Obi und dunkler Hakama. Ich hatte meine Tai-Chi Schlappen an den Füssen. Ich wunderte mich noch darüber.
Als ich bei der Quelle saß strich ein Krebs oder eine Krabbe um mich herum. Sie war recht groß.
Als ich dann nach "getaner Arbeit" wieder bei meiner Pagode ankam, blickte ich auf den Horizont. Es war neblig, ich sah verwaschene Berge, ein rotes Tor (japanisches Tor...so einen Bogen) und Bäume. Pinien. Ein Gefühl von tiefer Ruhe und Frieden beschlich mich, dann ging ich.
Morag
Hier ist nun zu, weil:
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Ich habe den Blog hier lange vernachlässigt, weil es mir irgendiwe immer
"durchgegangen" ist, hier zu schreiben, aber das Thema hat sich ja nicht
erledigt....
vor 13 Jahren