Was mir am Herz liegt

Unsere afghanischen Schwestern:

sind in Not!

Sie benötigen unsere Hilfe, unsere Unterstützung, egal wie klein oder groß.

Jede Stimme, jeder Cent zählt!


http://www.rawa.org

Hier sind sie zu finden:

www.rawa.org Bitte schaut, was IHR tun könnt!

Über mich

Mein Bild
Küchen- und Kräuterdruid in Ausbildung

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Reise in meinen inneren Garten

Ich bin gereist (30.12.2009)

Mein Garten ist einer im japanischen Stil. Es gibt darin eine schwarze Pagode mit Drachen an den Ecken. Sie ist aus glänzendem, poliertem Stein gefertigt und tiefschwarz, doch ein wenig Lichtpunkte = Flimmer ist darinnen eingebettet. In der Pagode brennt immer ein Licht.

Sie steht an einer Wegekreuzung (4erKreuz) Die Wege sind aus Sand gestreut und fein säuberlich geharkt. Da ist nebenan ein Zen-Garten, an einer der 4 abgehenden Wege. Dort sind 3 Steine, ein kleiner Wasserlauf, in dem sind Koi-Karpfen. Die Fische sind schon recht groß, ein weißer, ein gescheckter und ein goldfarbener. Die Steine des Zen-Gartens glitzern im Licht, da ist Pyrit und Quarz drin. Sie sind rau, unbehauen aber fühlens ich trotzdem weich und sanft an.

Ich saß dort einige Zeit und genoß die Ruhe.

Meine heiße Quelle ist auch in meinem Garten. Die schwarzen Lavabänke sind auch da. Dort brennt ebenfalls ein kleines Feuer, welches aus der Erde kommt.

Neben der Pagode direkt ist ein Sandhügel aufgeschüttet, und obendrauf lag eine schwarze Katana, mit stumpfer Klinge und verstaubeter Saya. Ich sah sie, als ich an ein Symbol für meine größte Herausforderung dachte (Den Krebs).

Dieses Symbol sollten wir ändern (das war eine ReiseCD die ich benutzt habe).

Ich habe dazu nach Helfern gefragt und es tauchten 2 Männer auf, einer, der einem großen bekannten, alten Schwertmeister ähnlich sah (oder war er es?) und ein Schmied. Dieser zeigte mir, wie die Katana neu gemacht wurde, ich durfte beim Polieren und Schleifen zusehen und helfen. Freundlich waren beide Männer, beide unheimlich alt. Danach schaute ich mir die Katana erneut an, und sie hatte sich verändert....

sie ist jetzt Blau, die Saya leuchtet bläulich, die Tsuba ist glänzend, der Griff ist mit blauem Leder umwunden. Ich sollte sie nun schwingen, meinte der Alte, und so tat ich auch. Sie liegt nun gut in der Hand, läuft mir regelrecht flüssig durch die Finger. Zuvor war das Schwert dunkel, bedrohlich, aber nun ist Licht darin. Helle Elemente. Als ich dies tat, veränderte sich sogar körperlich etwas bei mir, die Narbenschmerzen, die mich den ganzen Tag schon plagten, waren danach fort.

Der Alte hatte noch zwei weitere Helfer, zwei schlanke schwarze Hunde - die auch ein glänzendes Fell hatten und blaue Augen - und einen Fuchs. Dann fragte ich nach einem ordentlichen Ständer für meine Katana und oben auf dem Sandhügel erschien einer. Den stellte ich, nachdem ich den Sand schön verteilt hatte, auf, legte meine Katana dort drauf.

Dann sah ich mich weiter um im Garten....

Ich sah am nächsten Weg ein Tee-Haus. dorthin ging ich, im Haus selber war ein Schrein, dort davor lag ein blühender rosa-weißer Kirschblütenzweig. Und ein Bild. Ich konnte nicht erkennen, was auf dem Bild war, aber, es war ein Rollbild. Das Tee-Haus ist aus hellbeigem, fast weißem Holz gemacht, dort drin ist auch durch eine Shoji-Tür abgeteilter Raum.
Dort saß jemand, aber, ich konnte nicht sehen, wer. Es brannte Licht in diesem Raum.

Es roch im ganzen Haus nach Tee und den Blüten, und ich hörte Wasser, welches im Kessel grad beginnt zu singen. Es war schön dort.

Neben dem Tee-Haus steht ein kleiner, aus rotem, stark riechendem Holz (ungefähr wie Palisander...so schön dunkel) gefertigter Schuppen. Dort holten wir die Werkzeuge, um die Katana zu bearbeiten, und einen grobzinkigigen Holzrechen. Mit diesem hab ich die Wege geharkt, der Alte, mit den Hunden und dem Fuchs stand dabei neben mir und lachte mich an. Dunkle blitzende Augen hat er und einen langen Schnurrbart.

Er hat eine wie poliert schimmernde Glatze, buschige Brauen, einen etwas dickeren Bauch und trägt Strohsandalen an den Füßen. Er trug einen hellen Kimono, mit einem dunkleren Obi und den Schwertern.
Ich trug einen hellen Kimono, mit weißem Obi und dunkler Hakama. Ich hatte meine Tai-Chi Schlappen an den Füssen. Ich wunderte mich noch darüber.

Als ich bei der Quelle saß strich ein Krebs oder eine Krabbe um mich  herum. Sie war recht groß.

Als ich dann nach "getaner Arbeit" wieder bei meiner Pagode ankam, blickte ich auf den Horizont. Es war neblig, ich sah verwaschene Berge, ein rotes Tor (japanisches Tor...so einen Bogen) und Bäume. Pinien. Ein Gefühl von tiefer Ruhe und Frieden beschlich mich, dann ging ich.

Morag

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Wie wurde ich zu dem, was ich heute bin?

 Liebe Leser, 


ich bin schon einige Zeit auf dem "Weg" und habe einiges an Veränderungen, Paaradigmenwechseln etc erfahren. Nun dräut der nächste heran, und ich will Euch einmal erzählen, wie ich zu der wurde, die ich bisher bin..mal sehen, ich bin schon schwer gespannt, was davon beim nächsten Wechsel noch übrig sein wird.

Ich wurde vom einer, die sich von den indigenen Kulturen hat beeinflussen lassen zu jemand, der den "Weg der Nacht" gegangen ist, doch auch der ist falsch gewesen für mich. Nun, da Cernunnos wieder bei mir ist - wie ich in einem der vorherigen Posts erzählte - ist mir klar, dass ich ein Krieger bin. Doch, was ist ein Krieger? Einfach der, der sich freudestrahlend in den nächsten blutigen Konflikt stürzt? 


Nein! 


Ein spiritueller Krieger ist so viel mehr. 


Zur Erklärung stelle ich hier einen Post ein, den einer meiner Brüder, der auch gleichzeitig Guide und "Geburtshelfer auf dem Weg" für mich ist und wahr, verfasst hat (Quelle: www.paganforum.de):





Was ist ein Krieger?

Ein Krieger ist KEIN Soldat, und schon gar KEIN Soeldner.

Ein Krieger ist einer, der seinen Koerper und seinen Geist staehlt. Jemand, der das eigene Leben bedenkenlos und zu jeder Zeit fuer einen Anderen einsetzt wenn dies noetig ist. Jemand, der es in einer Kampfsportart - aber auch anderen Kuensten - zur Meisterschaft gebracht hat. Und nicht nur darin!

Es ist auch eine(r), die/der den eigenen Lebenszweck dem Wohlergehen Anderer widmet. Jemand, der die Ergebnisse der eigenen geistigen Entwicklung mit anderen teilt - ohne daraus einen persoenlichen Vorteil zu ziehen. Einer, der nach Vervollkommnung strebt. Einer, der danach strebt einen Zustand zu erreichen, der es wirklich bedeutet ein Mensch zu sein.

Ein Krieger ist einer der kaempfen kann, wenn's darauf ankommt und/oder es notwendig ist. Einer der sich fuer Gerechtigkeit einsetzt, fuer (Mit-)Menschlichkeit...der jedoch auch darauf achtet, nie die eigenen Ziele zu vergessen oder sie zu vernachlaessigen.

Zugegeben, mein persoenliches Bild eines Kriegers ist sehr stark vom Bushido und dem Hagakure gepraegt. Aber auch durch den Zen-Buddhismus, den Taoismus, Shintoismus...

Die Vermeidung der sieben Gefuehle, dass Streben nach dem Satori, dass "Einswerden" von Koerper und Geist - aber auch mit den Gedanken von jemandem, den man einen wahr(haftig-)en Freund nennt. Gemaess dem japanischen Begriff Hada-toh-Hada, was unter anderem auch absolute Aufrichtigkeit und unbedingte Treue voraussetzt. Ja, Aufrichtigkeit und strenges Bemuehen sind notwendig um dieses Ziel zu erreichen.

Ein Krieger ist auch jemand, der es vorzieht sich mit Schlichtheit und Schoenheit zu umgeben, anstelle von Pomp und Prunk. Einer, der einen asketisches Leben - aber nicht frei von Raffinnessen - fuehrt. Nein, nicht etwa gezwungenermassen, sondern aus freien Stuecken auf die Dinge verzichtet, die der eigenen Entwicklung und Vervollkommnung entgegenstehen.

Ein Krieger ist somit einer, der sich auf einer Reise befindet. Einer Reise um ein vollkommener Mensch zu werden - um sich der eigenen Menschlichkeit vollkommen bewusst zu werden. Und keiner, der sich in einen unnoetigen Krieg hetzen laesst, der aus Gier nach Geld oder Macht gefuehrt wird.


(Der Autor des Textes ist mein guter Freund und gab mir die Erlaubnis, den Text zu leihen)

Das sagt es sehr gut. 

Später folgt mehr. 


Morag

Dienstag, 29. Dezember 2009

Runde II und III

Ich hab geträumt, ich bin in einer Art Freizeitpark mit Garten und Schwimmbad. Das Bad war riesig und im Wasser war ein Tier. Ich bin hineingesprungen und es war ein Wal, der war aber sofort weg und dann sah ich, dass es ein großer Hai war. Der meinte "Hallo, da bekomm ich ja was leckeres zum Essen". und jagde mich. Ich schwamm ihm aber immmer davon, Dann war da ein Vater mit seiner Tochter im Wasser, den hat das Tier dann gejagdt. Ich bin dazwischen gegangen. Dann kam eine Frau den Beckenrand und rief mich raus. Ich folgte, sie gab mir ein Krankenhaushemd. Mir gefiel das aber nicht (das Design war doof) und sie lachte "du bekommst ein anderes" aber zuerst musste ich mit diesem häßlichen Ding bekleidet Unkraut jähten. Das tat ich, dann ging ich wieder schwimmen. Der Hai versuchte wieder mich zu fangen, es klappte nicht. Ich haute dem Hai auf die Nase. Nun war ein Kind mit einem Bood im Wasser, der hai versuchte wieder, das Kind zu fressen. Ich bin wieder dazwischen gegangen und dann kam die Frau zurück. Sie gab mir ein neues Hemd, das hatte diesmal eine andere Farbe (kleine Blumen drauf) das gefiel mir auch nicht, ich sagte ihr das, sie meinte "du bekommst ein anderes, aber du musst erst den Park aufräumen".

Das tat ich, dann ging ich wieder schwimmen. Nun jagdte der Hai mich und ich lachte ihn aus, da ich schneller war. wieder kam Sie. Ich schaute sie mir genauer an, sie war schön, groß, hatte dunkle haare und graue strähne (1). Sie miente, ich müsse nun mit Schwimmen aufhören, denn ich sollte die Kasse machen gehen und hielt mir einen dunkelroten glänzenden Kaftan hin. Ich sagte ihr, "der ist schön" und stieg aus dem Becken und bekleidete mich. Sie meinte "Der Kaftan ist schon lange deiner" und umarmte mich. Das war ein schönes Gefühl. Ich ging dann arbeiten und als dies fertig war, durfte ich wieder schwimmen gehen, ich bemerkte, dass das Becken das Meer war. Dort waren nun auch andere Tiere, Wale, Delphine, Seepferdchen. Es war wunderschön und ich spielte Fangen mit ihnen.

Dann kam sie wieder,sie war größer als vorher und sagted "nun komm, es ist schon spät" und ich stieg wieder aus dem Wasser. Mein Körper hatte sich verändert, ich hatte längere Finger als vorher und ging ihr hinterher. Das haus war schwarz, dunkel, warm, glänzend.
Sie brachte mich vor einen Spiegel. Ich sah hinein, war nackt, sah, dass ich wie sie aussah. ich sah meine Narben (allte, alte und eine neue...ja an der betreffenden Stelle...) und sie glänzten silbrig. Ich lächelte. Dann wachte ich auf.

Dann, jetzt zu Samhein passierte diese Reise:

Es führte ein spiralförmiger Weg nach unten. Ich ging ihn teilweise furchtlos, teilweise zpögernd, teilweise ängstlich, doch ich ging vorwärts. Unten dann stand ich vor einem Tor. Das Tor war in einem roten Berg, und davor war eine Brücke. Der Berg, in dem das Tor war, bestand aus roten glänzenden Steinen. Es war derselbe Stein, aus dem die Burg, die ich schon mal hinter der Brücke sah, war, und auch die Burg war fast wieder diegleiche.

Nur, dass die Brücke, über die ich gehen sollte, aus Knochen war. Langknochen der Beine.Dazwischen sah ich Abgrund. Und im Abgrund war nichts.

Ich ging dann über die Brücke hinüber.

Dort vor dem Tor angekommen, zögerte ich, hatte Angst. Meine Begleiterin, die hinter mir stand ermahnte mich jedoch, zu rufen. Nach Ihr. So tat ich, dreimal, zuerst mit zitternder Stimme, dann mit dem Ruf "Mutter!".
Und sie kam.

Das Tor öffnete sich, ich konnte einen Blick hineinwerfen. Dahinter war alles in Rottönen, sanft jedoch, und leichtes, lichtes Grün. Es sah schön, bewillkommnend und, vor allem dies, heimisch aus. Ich dachte noch "schön!" dann stand SIE vor mir und ich erschrak.
Ich hatte eine graue zerfetzte, bedrohliche Gestalt erwartet, doch nein, ich blickte fast in mein eigenes Gesicht. Ihre Augen jedoch waren heller als die meinigen, aber die Züge waren dieselben. Sie hatte graue, lange, glatte Haare, ja, aber das war das einzig graue an ihr. Und, was mich erstaunte war, dass sie mir warm zulächelte und ich hörte SIE sagen "Schön dass Du da bist". Ich blickte hoch (sie war größer als ich) und sie nahm mich in die Arme, und, dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich. "Ich bin zu Haus" zuckte durch mein Bewusstsein, dann wurde es leer und schwarz, ich lehnte mich an sie und spürte nur eines, nämlich grenzenlose Liebe.

Dann blickte ich hoch, sie lächelte und nickte mir zu. Dann sagte Sie "Du weißt was Du zu tun hast, Tochter, und hier, dies sei DEIN Werkzeug, dein Symbol und legte mir ein langes, silbrig schimmerndes Schwert in die Hand."
Ich nickte, blickte an mir herunter und sah, dass ich mich verändert hatte. Ich trug nun andere Kleidung (vorher war ich dunkel gewandet gewesen, hab nicht genau erkennen können, ob mit Kleid oder Hose), nämlich ein Kleid. Es schimmerte zuerst hell, dann waren kurz sämtliche Farben darin, dann wurde es wie ungefärbter Flachs. Und ich sah, dass ich um die Hüften einen Gürtel hatte, dorthinein schob ich mein Schwert. Barfuß war ich nun ebenfalls.

Dann nickte sie mir nochmal zu. Ich fragte "Mutter, darf ich wiederkommen?" und sie bejahte nicht nur, nein, sie meinte "Ich möchte es sogar" und ich versprach ihr es und nickte. Dann hieß sie mich wieder gehen, zog sich in ihre Burg zurück und das Tor schloss sich.

Ich wandte mich ab und wanderte langsam zurück zur Brücke und sah, dass sich diese nun ebenfalls verändert hatte, zwischen den Langknochen waren Bretter, bis dass ich draufstand leicht durchsichtig, dann sah ich festes, silberfarbenes Holz. Ich wanderte über die Brücke hinüber, den Weg zurück und kam wieder bei mir an.

So, und zu allerguter Letzt tauchte jetzt auch noch der Herr mit der Augenklappe auf...

Morag

Meine Initiation - die Erste

Herne der Jäger (oder alternativ Cernunnos) ist wieder zu mir gekommen. Er entfachte ja schon bei mir als Kiddie ein gewisses Kribbeln, wenn ich von ihm gelesen habe, in den Märchen (oder im TV was von ihm sah).Er war ja auch der erste, der bei mir auftauchte, als ich begonnen habe, mich mit dem heidnischen Weg auseinander zu setzen, in Träumen war er oft da. Auch Cerridwen war des öfteren da. Sie eigentlich eher als er, doch das änderte sich bald. Ich habe es zuerst überhaupt nicht verstanden und mich dagegen gewehrt. Ich habe gedacht „Was soll ich als Frau mit dem Gott? Das kann nicht stimmen.“ Dann habe ich ihn wohl gewaltsam rational weggedrückt.

Dann, bei der ersten Reise, die ich zu Hause gemacht habe, war Er da und auch mein Adler. Mir war das noch gar nicht so bewusst, erst jetzt, als ich gestern die alten Gedichte gefunden habe, habe ich es gelesen. Beide tauchten in der Höhle bzw. davor auf. Komisch, oder?

Dann auf der ersten Reise,, war er schon wieder da. Ich wusste direkt, wer er war und fragte „Ah, Du bist wieder da?“ Er antwortete „Ja“ und ich hab gefragt „Was willst du von mir? Was bist du für mich?“ Und er antwortete „Dein Lehrer“ Danach tauchte er nicht mehr auf. Dann träumte ich, ich wäre seit der Reise in Schleifen gegangen, immer um und herum, wie im Irrgarten, wie die Katz um den heißen Brei. Zwar auf dem richtigen Weg, im Prinzip, aber halt Umwege. Es wäre aber nicht so schlimm, dass ich Umwege gegangen wäre, ganz im Gegenteil, das hat er mir auch gesagt.

Dann, seit ungefähr 2 Wochen, taucht er jetzt ständig bei mir auf, besucht mich im Traum, (oder bei Reisen), wenn ich mit meinen Karten hantiere, und meint, es wäre an der Zeit für mich, zu Lernen. Lernen soll ich, dass ich nicht so „nach vorne raus“ bin wie sonst als Vogel, bedachtsamer die Sachen angehe, als direkt aufs Ziel zuzufliegen und loszubeißen. Lernen soll ich, dass es in Umwegen gehen kann, dass man sein Ziel findet. Dass nichts allgemein gültig ist, dass Wandel das allein konstante ist, das Loslassen und Wachsen Thema ist. Gut, das ist nichts neues, das weiß ich schon seit 2 Jahren. *g (vielleicht will ich wieder zu schnell durch das Thema durch? wie schon so oft?) .Lernen, dass jetzt Beuteorientiertheit falsch ist, sondern Wegorientiertheit Not tut. Das ist meine Lernaufgabe jetzt. „Augen auf beim Eierkauf!“ Überlegen, Verantwortung übernehmen. Schlicht, Wachsen. Insofern: mein Lehrer. Ich fühl mich grad wie ein Ferrari, dem jemand sagt, „Du bekommst jetzt einen Käfer-Motor damit Du Deine Reifen schonst“. Tolle Wurst. Denn, Es ist für meinen Geist wirklich eine irre Herausforderung, ruhig zu bleiben und nicht direkt voran zu stürmen… Grauslich! Das ist so schwer!
Aber, was nützt es, zum dreifaltigen Sternenzelt, Gesäß, und Nahtmaterial? Gar nichts! Ich muss da durch. Ich weiß es. Es ist einfach so, ich bin so „sprunghaft“, dass ich manchmal schon auf auf den Glasscherben stehe, mich wundere, warum meine Füße bluten, und dann erst merke, „Mist! Ich hab ja gar keine Schuhe an!“ Am allerliebsten würde ich jedwede Verbindung kappen und nach oben in die Luft steigen und fliegen, und sagen, schiet der sonstwer drauf! ich bin jetzt erst mal unterwegs.
Ich weiß schon – und dies gut – warum er, gerade jetzt wieder auftaucht. Wie ist denn ein Hirsch? Vorsichtig, Langsam, Behutsam, sanft (es sei denn, du ärgerst ihn)..alles das, was ich gern wäre und nicht bin (noch nicht!) Ich bin als Raubvogel doch das diametrale Gegenteil! Wenn ich was sehe, denke ich „Drauf! Später kann ich immer noch sehen, ob evtl. Gift im Luder (Köder) gewesen ist. Auch wenn ich dann tot am Boden liege und denke „Mist! Warum hab ich wieder zugeschnappt?“ Im Prinzip ist mir das alles klar. Im Prinzip. Es hapert nur noch gewaltig beim Umsetzen. Hoffentlich hilft mir der Gute da. Sehen, verstehen (von umsetzen sprech ich nicht!) und weiter im Text. Im Prinzip weiß ich es ja, ich habe nur bisher verabsäumt, es zu lernen. nachhaltig zu lernen. Es ist mir viel zu „langweilig“ laufend auf dem Boden herumzuspringen, wenn oben im Blau die Aufwinde auf mich warten und mir sagen „Los, komm hoch, lass fliegen! Dann löst sich alles!“ Ich will halt immer alles gleichzeitig und jetzt sofort.

Ansonsten wäre es ja damals auch nicht so dreckig gegangen…im Prinzip war mir ja klar, dass ich nicht durfte (ich wiederhol den Mist hier nicht noch einmal, weiß aber, dass ihr wist, wovon ich rede) aber davon Verabschieden = es nachhaltig lernen, dass es nicht geht = hatte ich ja nie gemacht. Deswegen werde ich ja auch in Abständen immer wieder so gebeutelt, weil, mein Kopf ja mal wieder schon 100 km weiter ist, während meine Schwanzfedern immer noch auf dem Boden festgeklebt sind.

Der Name, von meinem Gefiederten Spirit, ist ja – sinnigerweise ! – ebenfalls keltisch, ein Druide, ein Barde. Das passt doch alles wie die Faust aufs Auge. Sicher bin ich ein südliches Tier, habe viele Bezüge zu den Wüstengöttern, das ist ja das, was mich – von der rationalen Ebene aus – auch gestoßen hat, dass er wieder aufgetaucht ist. Ich muss erstmal kapieren und fressen, dass es einen Sinn hat, dass er wieder da ist. Diese Info habe ich gestern noch mal separat bekommen.



Morag __________________

Der Hirschkönig - gewidmet dem Gott

Heiser schallt Gekläff, dringt harsches Gebell durch Deinen Wald
Häscher kommen heran, dich zu töten, dich zu schlagen

vierpfotig, mit Zähnen reich bewehrt, so stürmen sie heran
lotsen sie herbei die Jäger, gefolgt von Tod und Leid für Dich
und deine Sippe

Trophäen wollen sie erlangen, zu prahlen von überstandener Gefahr
zu protzen und zu blenden den, der unwissend nur schaut

Dein Geweih, oh Sohn des Herne, das wollen sie erlangen, danach
nur steht ihnen ihr Sinn.

Nicht, um König zu werden, nicht zu verbinden sich selbst mit dem Land
ist ihr Begehr, nur Gefallsucht ist, die sie treibt

Bruder Sonne malt seine Zeichen auf dein Fell, braune Blätter schweben
still herab, durch ihr Fallen verkünden sie den Wendepunkt im Leben

Ruhig und wissend, so schaust du zu ihnen hin, der Zeitpunkt des Wechsels ist dir allein bekannt, sie vergaßen schon vor langem ihre wurzeln

Mit gefletschten Zähnen, wütend kläffend stürmt die Meute nun heran, die dich töten wollen führen sie zu dir herbei, die Bögen pfeilbestückt in ihrer hand

Oh, Vater, so fliehe doch will ich dir sagen, denk an uns, die wir dich brauchen, lass deine Kinder nicht allein!

Doch, zu spät..!

Ganz still stehst du dort bei unserem Baum, wo du mich lehrtest zu begreifen was ich bin, da fliegt der Pfeil des Menschen schon heran. Bruder Krähe schreit noch, dich zu warnen, ich will mich stellen in des Todes Bahn doch dein Blick sagt ruhig: nein.

So blick ich dich nur an, als der Tod dich von den Hufen schlägt, möcht zu dir eilen dir zu sagen, es tut mir leid, ich hab dich lieb, doch ich bleibe wo ich bin.

So hör ich dann nur deine Stimme tief in meinem Kopf, sie sagt: So sollt es sein, dass ich nun geh ist für die Welt nicht schad, der junge hirsch, er sei ja da. Auch müsst es sein, dass der Tod nun zu mir kam.

Warum? So schrei ich nun, wieso nur lässt du mich allein?

Leise hör ich noch, wie du mir sagst, es muss so sein, das Leben wächst, und es vergeht, alles ist ein Kreis und alles ist in Ordnung nun

So brechen deine Augen dann, das Messer ist gezückt, verharrt noch über deinem Leib, er betet doch ! der Mensch, sagt Dank den Göttern für dein Opfer !


Beruhigt, dass dein Tod doch nicht war umsonst, geh ich allein zurück in unseren Wald, und als ich in den See dann blick, um zu prüfen, ob ich tatsächlich bin allein, so blickst Du mich spöttisch von dort aus an und fragst:

Glaubst du es denn immer noch nicht? Sie doch hin! Ich bin in dir drin!

Dann schau ich bewusst dann hin, und seh, dass ich der Königshirsch nun bin

Bewahr dies Wissen, gib weiter was du nun gelernst, so klingts noch durch Zeit und Raum, bevor sich des Todes Schranken endgültig nun schliessen.

Und ich wills versprechen nun, weiterzureichen an die die kommen, was ich nun gelernt, wills wagen, wieterzutragen dies Feuer und nicht verzagen.

Schwester Mond malt nun ihre Zeichen auf mein Fell als ich zurück ins Leben geh.

Wer bin ich?



Das ist etwas, was für mich passend ist...

Die Einheit von Geist, Körper, Seele und Schwert. Das, was ich erreichen will.

Ich bin nun fast 40, auf dem heidnischen Weg unterwegs und lerne fleissig alles, was mir vor die Augen kommt.

Die östliche Lebens-/Denkweise fasziniert mich und ich übe mich darin, mache Chi Gong und trainiere mich in Geduld. Auch wenn es noch so schwer ist...

Wie kam ich zum Heidentum? Nun...

Das ist eine lange Geschichte...ich werde sie Stück für Stück berichten...

Morag