Was mir am Herz liegt

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Küchen- und Kräuterdruid in Ausbildung

Dienstag, 29. Dezember 2009

Der Hirschkönig - gewidmet dem Gott

Heiser schallt Gekläff, dringt harsches Gebell durch Deinen Wald
Häscher kommen heran, dich zu töten, dich zu schlagen

vierpfotig, mit Zähnen reich bewehrt, so stürmen sie heran
lotsen sie herbei die Jäger, gefolgt von Tod und Leid für Dich
und deine Sippe

Trophäen wollen sie erlangen, zu prahlen von überstandener Gefahr
zu protzen und zu blenden den, der unwissend nur schaut

Dein Geweih, oh Sohn des Herne, das wollen sie erlangen, danach
nur steht ihnen ihr Sinn.

Nicht, um König zu werden, nicht zu verbinden sich selbst mit dem Land
ist ihr Begehr, nur Gefallsucht ist, die sie treibt

Bruder Sonne malt seine Zeichen auf dein Fell, braune Blätter schweben
still herab, durch ihr Fallen verkünden sie den Wendepunkt im Leben

Ruhig und wissend, so schaust du zu ihnen hin, der Zeitpunkt des Wechsels ist dir allein bekannt, sie vergaßen schon vor langem ihre wurzeln

Mit gefletschten Zähnen, wütend kläffend stürmt die Meute nun heran, die dich töten wollen führen sie zu dir herbei, die Bögen pfeilbestückt in ihrer hand

Oh, Vater, so fliehe doch will ich dir sagen, denk an uns, die wir dich brauchen, lass deine Kinder nicht allein!

Doch, zu spät..!

Ganz still stehst du dort bei unserem Baum, wo du mich lehrtest zu begreifen was ich bin, da fliegt der Pfeil des Menschen schon heran. Bruder Krähe schreit noch, dich zu warnen, ich will mich stellen in des Todes Bahn doch dein Blick sagt ruhig: nein.

So blick ich dich nur an, als der Tod dich von den Hufen schlägt, möcht zu dir eilen dir zu sagen, es tut mir leid, ich hab dich lieb, doch ich bleibe wo ich bin.

So hör ich dann nur deine Stimme tief in meinem Kopf, sie sagt: So sollt es sein, dass ich nun geh ist für die Welt nicht schad, der junge hirsch, er sei ja da. Auch müsst es sein, dass der Tod nun zu mir kam.

Warum? So schrei ich nun, wieso nur lässt du mich allein?

Leise hör ich noch, wie du mir sagst, es muss so sein, das Leben wächst, und es vergeht, alles ist ein Kreis und alles ist in Ordnung nun

So brechen deine Augen dann, das Messer ist gezückt, verharrt noch über deinem Leib, er betet doch ! der Mensch, sagt Dank den Göttern für dein Opfer !


Beruhigt, dass dein Tod doch nicht war umsonst, geh ich allein zurück in unseren Wald, und als ich in den See dann blick, um zu prüfen, ob ich tatsächlich bin allein, so blickst Du mich spöttisch von dort aus an und fragst:

Glaubst du es denn immer noch nicht? Sie doch hin! Ich bin in dir drin!

Dann schau ich bewusst dann hin, und seh, dass ich der Königshirsch nun bin

Bewahr dies Wissen, gib weiter was du nun gelernst, so klingts noch durch Zeit und Raum, bevor sich des Todes Schranken endgültig nun schliessen.

Und ich wills versprechen nun, weiterzureichen an die die kommen, was ich nun gelernt, wills wagen, wieterzutragen dies Feuer und nicht verzagen.

Schwester Mond malt nun ihre Zeichen auf mein Fell als ich zurück ins Leben geh.

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