Was mir am Herz liegt

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Küchen- und Kräuterdruid in Ausbildung

Montag, 17. Januar 2011

link zum Originaltext

ach ja..hier findet ihr die Desiderata im Original:

http://www.fleurdelis.com/desiderata.htm

Desiderata mal anders:

Die Desiderata haben mich schon beim ersten Lesen fasziniert und ich poste mal hier einen Link: http://heikohaller.de/gedichte/desiderata

Nun ist es so, dass da noch sehr viel mehr hintersteht...ich interpretier mal:

Es heißt zu Beginn "geh gelassen in Lärm und Hast.."..Dieser erste Satz mag hart klingen, aber es ist so, denn erst, wenn man in die - vielzitierte - Ruhe geht, kann man die Stille schätzen lernen, denn, dann hört man die eigene Stimme wieder. Wenn man laut "herumbrüllt" = hektisch lebt, herumspringt wild ist kann man sich nicht hören, denn man ist schlicht zu laut. Insofern finde ich das, was der "Fischmens" bei "Waterworld" da zu Enola sagt, wenn sie auf das Boot kommt, ganz gut...


Dann geht's weiter "Soweit als möglich, ohne dich aufzugeben..."...was soll dieser Abschnitt ? Nun für mich bedeutet er, dass ich anderen wohl zuhören soll, aber auch mir ein Zuhören zusteht..man soll "auf gutem Fuß mit jedermann" stehen, d.h. niemanden wegen irgendwas "geringschätzen" = aufgrund seiner Ethnie, seiner Ausrichtung, Glaubens etc..aber auch keinen derartigen Übergriff auf sich und seine Denkweise gestatten. Leben und Leben lassen..."Live and let Live is what you have to learn.." las ich mal wo anders (Autor: PadDraig) und das passt hier voll und ganz. "Meide die Lauten..." kommt als nächstes...Ja sie verwirren den Geist, denn wie oft passiert es, dass man sich durch "wohlmeinende Ratschläge" von anderen aus der Bahn hat werfen lassen? Wie oft passiert es pro tag? Was kann man dagegen tun? doch nur eines: Selber vertrauen, sich selber vertrauen, seiner Intuition trauen, sicher werden.


"vergleichst Du dich mit anderen.." ja das ist ein Punkt, der nicht zu unterschätzen ist. Entweder man sonnt sich in seinen Erfolgen, "dreht ab" oder man sagt sich "ich kann nichts". Beides nicht gut. Und, wenn man an "übersteigerter Hybris" leidet - mal überspitzt gesagt , was tut man dann? Nun...man drückt anderen seine Meinung auf, seine Ideen, seine Denkweise. Ich frage: Ist das gut? NEIN. Ist es nicht. Jeder geht seinen eigenen Weg allein, jeder muss mit seinen eigenen Problemen "herumochsen"...das bringt nichts, anderen alles vorzukauen. Jeder muss selber lernen. So hart es ist, so weh es tut. Leider. Man soll sich aber enthalten, anderen den "großen Zampano" vorzuspielen und sich auch demselben erwehren. Ich definier das immer so:

"Wenn ich bei Gurus hätte bleiben wollen, würde ich treu und brav jeden Sonntag in die Kirche gehen"...ich will keinen Guru und will keinem Guru sein. Bloß nicht...das ist das allergrauslichste, diese Vorstellung...


Und ja, man fühlt sich manchmal allein dabei...aber der Gag ist, man ist es nicht.

"Sei vorsichtig mit deinen Geschäften.." Das ist auch gut. Es heißt, dass man achtsam sein sollte, und auch den anderen gegenüber achtsam entgegen treten sollte. Nicht blauäugig durch die Welt laufen, aber andere auch nicht "zum Besten halten". "Tugend ist auch vorhanden" heißt es später in diesem Absatz..Das bedeutet für mich, tugendhaft zu leben, und anderen ein Beispiel damit zu stellen.

Dann gehts weiter "Sei Du selbst..täusche vor allem...." ist wieder der Hinweis, ehrlich mit meinem Gegenüber zu sein, zu sagen, wenns in der Beziehung nicht mehr klappt, dass die Kommunikation fließen sollte..und auch dass man für sich erbittet, dass man nicht zum "Besten gehalten" wird...dass ehrlich mit sich und anderen verfahren wird.

der nächste Abschnitt: "Höre freundlich auf den Ratschlag des alters..." ist für mich ein Hinweis, mir selber meiner Stärken, meiner Schwächen, meiner Lernaufgaben, meines Wissens, meines Ichs sicher zu sein, und aus einer Position der Stärke, der Ruhe und der Kraft zu handeln, dies aber auch jedem anderen zuzubilligen. In sich ruhend, nicht mehr von Angriffen von Außen aus der Ruhe zu bringen, aber auch niemanden zu verunsichern.


Der letzte Abschnitt ist ebenso ein Hinweis "ruhe in der selber, sei Dir selbst bewusst, lass dich nicht aus der Ruhe bringen" oder, wie es eine Freundin mal sagte

"Jemanden zu lieben heißt, ihn so sein zu lassen wie die Göttin ihn gemeint hat".

Dem kann ich mich nur anschließen.

LG!
Morag

Gedenktag II

Ja es gibt noch einen Gedenktag. Heute, 17.01. ist mein Hund geboren..Artos. Ein "verrückter" Foxterrier war er, mit braunem Kopf, fast weiß und nur einem schwarzen Flecken auf der linken Seite. Ein Herz wie ein Löwe, mutig wie Braveheart, und verschmust wie nur was.

Er kam zu uns da war ich 13 oder 14..ich weiß es gar nicht mehr genau. Unser erster Hund (Boris, ein Sealyhamterrier) war seit ca 9 oder 10 Monaten tot und wurde schmerzlichst vermisst von mir. Ja, ich war "schuld" dran, dass der Hund zu uns in die Familie kam, denn mir fehlte die 4beinige Gesellschaft sehr. Ich habe meinen Pap so lang belabert, bedrängt und bequatscht, bis dass es hieß "ok wir kaufen einen". Das war der Foxi.

Ich weiß gar nicht, wie oft er mir das Leben gerettet hat, nicht nur "bildlich" gesprochen, sondern auch tatsächlich..einen Winter blieb er beim Spazierengehen stehen, rührte sich nicht vom Fleck, egal was ich tat. So lange, bis dass der Baum dann umgefallen war...die Belohnung in Form eines Leberwurstbrötchens hatte er mehr als verdient. Eine andere Situation war, dass er mich vor 4 Typen verteidigte, die mir an die "Figur" wollten..da war er noch nicht einmal ausgewachsen.

Es hat damals sehr weh getan, dass ich ihn bei meinem Auszug nicht mitnehmen durfte (blöder Vermieter) aber er hatte noch ein paar schöne Jahre.

So was tat er auch gern:


mist...er fehlt mir...

Gedenktag

Traurigkeit befällt mich seit vorgestern...das Wochenende war traurig. Nicht nur, dass mich das Erlebnis bei dem "Arzt" ziemlich gebeutelt hat, ne, gestern hätte auch noch meine Mutter Geburtstag gehabt.

Der Jahreswechsel war schon hart genug...wir haben es immer so gehalten, dass sie kurz um Mitternacht rum angerufen hat. Ich stehe also diesen Jahreswechsel auf dem Balkon mit meinem Mann, habe links das Hausfon (Festnetz) und rechts das Handy in der Tasche, und - es war Einbildung - merke, dass das Handy wackelt..greife freudig danach und sehe...nichts. Natürlich.

Gute Mutter, das tat weh. Mir schossen auch sofort die Tränen in die Augen, ich schaute meinen Mann an, und er nahm mich sofort in die Arme.

Meinen Pap hab ich dann angerufen, da ging es. Ich musste zwar schlucken, aber hab mich fangen können.


Die ganze Zeit danach war eigentlich alles gut, nur wurde mir am Samstag bewusst, dass am Sonntag "Der Tag" ist....Mamas Geburtstag.

Ich habe überlegt, was ich tun soll, ob ich meinen Mann bitte, zum Grab zu fahren - was ich nicht tat - oder ob ich zu Haus etwas mache.

Dann erinnerte ich mich an ihre Vorliebe für Trude Herr...




und ich musste so lachen...es war irgendwie komisch. Ich bin dann von einem Song von Trude Herr zum nächsten gesurft, habe Tränen gelacht und auch ebenso viele geweint.

Ach Mama....